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Malte Kreutzfeldt
Malte Kreutzfeldt

Vor fast genau zehn Jahren begann die historische Klimakonferenz von Paris. Ein guter Anlass, mal zu schauen, was sich seitdem in Deutschland verändert hat. (1/10)

Damals lautete das deutsche Klimaziel, die Emissionen im Vergleich zu 1990 bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren. Nach Paris, im Jahr 2016, wurde daraus unter Barbara Hendricks (die auch auf dem Foto im ersten Post zu sehen ist) zunächst "weitgehende Klimaneutralität" bis 2050. (2/10) Und infolge des Klima-Urteils des Bundesverfassungsgerichts, das sich unter anderem auf das Paris-Abkommen bezog, wurde das Ziel dann 2019 zu Klimaneutralität im Jahr 2045 verschärft. (3/10) Auch bei den realen Emissionen und den Prognosen für die Zukunft gab es in den vergangenen zehn Jahren deutliche Fortschritte. Der CO₂-Ausstoß Deutschlands ging von 2015 bis 2024 um 28 Prozent auf rund 650 Millionen Tonnen zurück. (4/10)

Am größten sind die Veränderungen in der Stromerzeugung. Während 2015 erst 32 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien stammten, war der Anteil zuletzt mit 63 Prozent fast doppelt so hoch. Der Kohle-Anteil halbierte sich dagegen auf 23 Prozent im Jahr 2024. (5/10)

Sogar im Problemsektor Verkehr gab es positive Entwicklungen. So waren im Paris-Jahr 2015 weniger als ein Prozent der neu zugelassenen Pkw reine Elektroautos; aktuell liegt der Wert bei über 20 Prozent. (6/10)

Natürlich langt das alles nicht; die Ziele im Verkehrs- und Gebäudesektor werden trotzdem verfehlt. Und ob das Gesamtziel für 2030 tatsächlich erreichbar ist, wie das UBA prognostiziert hat, ist angesichts der drohenden klimapolitischen Rückschritte zweifelhaft. (7/10) Aber gerade angesichts der ganzen schlechten klimapolitischen Nachrichten kann es ganz guttun, mal zu schauen, wo wir 2015 standen und was seitdem alles passiert ist, finde ich. (8/10) Zuerst (und noch ausführlicher) berichtet habe ich darüber im Climate.Table, dem klimapolitischen Newsletter von @table.media (€): (9/10) table.media

Zehn Jahre Paris: Was seither in Deutschland passiert ist

table.media

Hier noch die Quellen der Grafiken: (10/10) - Post 4: umweltbundesamt.de - Post 5: energy-charts.info - Post 6: zeit.de Was ich zuerst übersehen hatte: Auf meinem Foto im ersten Post ist neben Barbara Hendricks auch @jochenflasbarth.bsky.social zu sehen - damals wie heute Staatssekretär im @umweltministerium.de. (Es gibt also auch Dinge, bei denen es gut ist, dass sich nichts verändert hat.) Korrektur zu Post (3/10): Das Klimaschutz-Urteil und die darauf folgende Verschärfung des Klimaschutzgesetzes waren 2021. Im Jahr 2019 wurde die erste Fassung des Klimaschutzgesetzes verabschiedet, in der es noch um Klimaneutralität bis 2050 ging.

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