Heute vor 73 Jahren wurde der Aufstand gegen die Normerhöhungen in der DDR von sowjetischen Panzern. niedergeschlagen. Dies war vermutlich der Höhepunkt des stalinistischen Besatzungsterrors in den Anfangsjahren der DDR und hat die Gesellschaft tief traumatisiert. Dies war eine der Ursachen 1/9 dafür, dass die DDR so lange existierte und es bis 1989 keine weiteren Aufstände gab, wie etwa in Prag und Ungarn oder auch Polen. Das Trauma wurde durch all diese Widerstandsversuche immer wieder reaktiviert. Bis heute wird über den 17. Juni und all das, was in den ersten Jahren der DDR 2/9 passierte kaum gesprochen. Tatsächlich war der 17. Juni viel mehr als ein Arbeiterprotest und er konzentrierte sich auch nicht allein auf Berlin. Überall in der DDR gab es Proteste, ausgelöst auch von den willkürlichen Verhaftungen, der sowjetischen Willkühjrjustiz, die bis 1953 beispielsweise 3/9 1000 Menschen nach Moskau verschleppt und dort ermordet hat. Deren Familienangehörige erfuhren oft erst in den 90er Jahren vom Schicksal ihrer Angehörigen. Zu den Opfern gehörten auch Jugendliche, wie z.B. diese Gruppe aus Werder an der Havel: 4/9 jugendopposition.de
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Ihr Schicksal ist besonders berührend, weil sie auch von amerikanischen Geheimdiensten missbraucht wurden, um ,wertvollere‘ Agenten zu schützen. Überhaupt spielte die Instrumentalisierung der Jugend im Vorfeld des 17. Juni eine entscheidende Bedeutung. So wurde der Druck auf junge Menschen 5/9 erhöht, in dem man die gleichzeitige Mitgliedschaft in FDJ und Junger Gemeinde verbot und JG-Mitglieder vom Schulbesuch höherer Bildung ausschließen wollte. Außerdem brach sich mancherorts eine enorme Wut gegen die Kooperateure der Sowjets Bahn wie etwa in Rathenow: 6/9 17juni53.de
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Wie tief dieses Trauma sitzt, erlebe ich auch immer wieder auf Lesungen. Bis heute fällt es Menschen schwer, darüber zu sprechen, bis heute werden sie auch kaum danach gefragt, denn im Westen interessierte man sich nur etwa so lange für die Opfer des 17. Juni, wie man sie propagandistisch 7/9 ausschlachten konnte. Bis 1989 war der 17. Juni in der BRD Nationalfeiertag. Heute weiß kaum noch jemand etwas mit dem Datum anzufangen. Es war der Tag, an dem die DDR beinahe ihr Ende gefunden hätte. Menschen haben ihr Leben gegeben im Versuch den Sowjetterror zu beenden. Ihr Mut gehört in 8/9 unser Gedächtnis. Die falsche Russlandliebe im Osten aber auch bei manchen Teilen westdeutscher Linker hat viel mit der Verdrängung dieser brutalen Zeit zu tun. 9/9 jugendopposition.de
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