#md0810 2026 Magdeburg Rechtsextremes Vernetzungstreffen - der undemokratische Landtagspräsident Halbe AfD-Fraktion, ganze BSW-Fraktion, Compact (Paar Elsässer, Poggenburg), Dieter Dehm, Alexander von Bismarck (der immer in den Farben der russischen Trikolore rumläuft), Guido,
der Veranstalter des verschwörungsideologisch-antisemitischen "Magdeburger Friedenfestivals". Was war da los? Compact in bemerkenswerter Offenheit. 1. Tobias Rausch Rausch spricht, man ist ja unter sich, über den gemeinsamen AfD-BSW-Antrag zur Entwaffung der Ukraine. Er macht Vorchläge für das BSW zum Ablauf der Plenarsitzung. Er wolle 15 min Redezeit für das Einbringen, damit BSW und AfD jeweils 7 Minuten hätten, andere Parteien
bekämen 5 Minuten. Das ist durchaus etwas unüblich. Aber die Regeln werden im Ältestentrat des Landtags festgelegt, da sind AfD + BSW in der Mehrheit. Und weil Rausch Vorwürfe aus den Reihen der demokratischen Parteien fürchtet, soll die Sitzung ausschließlich von der AfD geleitet werden, der CDU-Kollege isr raus: "Wir werden die Sitzungsleitung auch so gestalten, dass wir alleine die Sitzung führen, ohne den Kollegen der CDU." Man will also durchgreifen. Bis berechtigte Beschwerden vom Landesverfassungsgericht entschieden sind, fließt viel Wasser die Elbe hinunter. Anders als am 06.10. behauptet führt Rausch den Landtag nicht unparteiisch. Sollte das BSW dabei mitspielen, verhielte es sich auch undemokratisch. Frage, die sich stellt: Was hat die CDU nun von ihrem Parlamentsvize? 2. Thomas Schulze, der Compact-Leser Ja, richtig. Thomas Schulze, Mitglied und Landesvorsitzender einer Partei, die sich das Label Links aufgeklebt hat, liest das rechtsextrem-antisemitische Compact-Magazin und hat es seinem Sohn als Lektüre empfohlen. Man ahnt: Das alles geht
viel tiefer, als wir uns vorstellen konnten. Außerdem liest er Presseartikel selektiv, um dann die Berichterstattung zu beklagen. Auch hier ahnt man, dass sich die Partnerschaft mit der AfD vertiefen wird, man hat zu viel gemeinsam. Was er als Aufgabe der Presse sieht? Sie sei verantwortlich, "hier die Politik mit anzuschieben". Ja welche denn? Im Kontext: Die von AfD und BSW, die Volkes Wille vollziehen, wie es an anderer Stelle hieß. - Das BSW im Verfassungskonflikt, das Grundgesetz garantiert die Pressefreiheit. 3. Claudia Wittig und die Anpassung des BSW an Compact Aber zunächst geht es um die Pressefreiheit. AfD und BSW hätten eine "Verantwortung", "dass die Medien wieder liefern müssen." Das heißt, liefern wie bestellt. Wie von AfD und BSW bestellt. Hinsichtlich der Pressefreiheit ist das BSW hier
keine demokratische Partei. Die Einladung zum Compact-Sommerfest, von Wittig angenommen, sei gefolgt von "ein bisschen Theater". Es gab Einsprüche aus dem Landesverband, sie musste die Debatte mit Kirchner vor Neonazis absagen. Nun steht sie dort, wieder Compact, gemeinsam mit ihrer Fraktion. Wenn sie von gewissen "Anpassungsprozessen" spricht, die "eintreten mussten, die aber irgendwie auch gut und nützlich und notwendig sind", meint sie damit: Das BSW wird sich schon daran gewöhnen, das nennt sie dann "voranschreiten". Wagenknecht hat das BSW radikalisiert, nun entgleitet der Spitze die Radikalisierung in Sachsen-Anhalt. Die Revolution frisst die leninistische Führerin. 4. Dieter Dehm, der Björn Höcke-Freund Aber das ist falsch: Für Dehm ist Björn Höcke doch nur "ein guter Bekannter". Immerhin empfiehlt er dessen Wortwahl: "Friedenspakt". Das Wort war besonders in den Jahren 1928 und 1953 populär. 1953 wirkte noch die Stalin-Note. Ein
Friedenspakt von AfD und BSW nach dem Vorbild der Stalin-Note. Man kommt aus dem Staunen nicht raus. 5. Alexander von Bismarck, die russische Trikolore auf Beinen Ja, das hat er am Rande einer "Friedensdemonstration" erklärt. Rote Hose, blaue Jacke, weißes Hemd. Hat in der Vergangenheit auch Wittig interviewt. Vermittelt ein Angebot des Dirigenten Justus Frantz, in Sachsen-Anhalt zu dirigieren.
Nicht fürs Volk, nicht für die Musik, sondern für AfD und BSW. Falls er ein nicht-deutsches Stück spielen will, muss er vorher Siegmund fragen. Der hatte auf einem Bürgerdialog erklärt, er müsse solche Fragen als Ministerpräsident entscheiden, zumindest in Schulen. 6. John Lucas Dittrich, das Talent So sagte es mal bewundernd BSW-Schulze. Ich führe ihn an, weil er auch da war. Später erklärt er, man rede freundlich mit allen Fraktionen. Freundlichkeit scheint dem BSW wichtig. Freundliche Estremist:innen - endlich was Gutes.
Hinweis: bsky.app
Der André von dem er spricht ist Poggenburg, den sieht man da auch im Bild. Seine Rhetorik von wegen ,manchmal muss man getrennt marschieren‘ bestätigt, was lange schon zu vermuten war, dass Poggenburg nur auf der Oberfläche aus der AfD ausgeschlossen wurde.